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Bewegende Lesung im Museum Nienburg!

Die GEW Nienburg präsentierte die Lesung von Jennifer Teege im Quaet-Faslem-Haus

Am Mittwoch, dem 16. Dezember 2015 um 1830 Uhr fand im Museum Nienburg eine sehr bewegende Lesung von Jennifer Teege statt. Die Enkelin eines Kommandanten eines Konzentrationslagers während des 2. Weltkrieges berichtete sehr persönlich darüber, welche Auswirkungen das Wirken ihres Großvaters auf ihre eigene Sozialisation hatte und immer noch hat. Nach einführenden Worten der Leiterin des Museums, Frau Dr. Kristina Nowak-Klimscha, sowie des Vorsitzenden der Nienburger GEW, Thomas Kunau, las Frau Teege Passagen aus ihrem Buch „Amon, Mein Großvater hätte mich erschossen“ vor.

Sie berichtete von ihrer gebrochenen Kindheit genauso wie über ihr sehr schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter. Nachdem sie erfahren hatte, dass ihr Großvater im 2. Weltkrieg eine solche Rolle spielte, musste sie ihre eigene Biographie erweitern und neu denken. Im Anschluss an die erste Lesephase schloss sich eine sehr interessante Diskussion an, in deren Verlauf die mehr als 100 Zuhörer Fragen zu ihrer Geschichte stellten. Frau Teege beantwortete sämtliche Fragen ausführlich und sehr persönlich und stellte diese immer wieder in einen historischen Kontext. Die Fragen waren so vielfältig, tiefgehend und zahlreich, dass die Autorin gar nicht sämtliche Fragen beantworten konnte.
Abschließend beleuchtet sie das tiefe und innige Verhältnis zu ihrer geliebten Großmutter vor dem Hintergrund ihres Zusammenlebens mit einem KZ-Lagerkommandanten. Am Ende dieser sehr gelungenen Veranstaltung gingen die Zuschauer tief beeindruckt nach Hause – jedoch nicht, ohne sich von Jennifer Teege eine Ausgabe ihres Buches signieren zu lassen.