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Tarifbeschäftigte lassen nicht locker: Arbeitgeber sollen endlich ein Angebot vorlegen!

An Schulen im Landkreis Nienburg/Weser protestierten unter der Woche tarifbeschäftige Angestellte gegen die zunehmenden Belastungen bei nicht steigenden Löhnen und folgten dem landesweiten Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zu Warnstreiks.

Download: Aufruf zum Warnstreik 

In der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder haben am vergangenen Mittwoch ca. 350 Beschäftigte an Schulen ihre Arbeit niedergelegt. Allein aus dem Kreis Nienburg beteiligten sich ca. 30 Angestellte an dem Warnstreik. Die sozialpädagogischen Fachkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und tarifbeschäftigte Lehrkräfte aus ca. 30 Schulen waren einem Aufruf der GEW Niedersachsen zu einem ganztägigen Warnstreik in der Tarifrunde 2017 bei den Ländern gefolgt.

Beschäftigte an Schulen in Hannover, der Region Hannover, Osterode, Goslar, Osnabrück, Nienburg, Hameln, Stolzenau, sowie in Braunschweig, Wolfsburg und Peine bestreikten am Vormittag ihre Schulen und nahmen anschließend an der zentralen Warnstreikkundgebung in Hannover teil.

 

Streikaktion in Nienburg

Aktion der Astrid-Lindgren-Schule, Nienburg 

Am Kundgebungsort, dem Kröpke, rief die stellvertretende Vorsitzende der GEW Niedersachsen Laura Pooth vor den Streikenden die Arbeitgeber dazu auf endlich ein Angebot für eine Lohnerhöhung vorzulegen. Sie kritisierte massiv die Haltung der Arbeitgeber.“ In Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen auf Kosten der Beschäftigten zu sparen ist ein Skandal. Wir werden uns weiterhin vehement für eine gute Bezahlung stark machen“, führte Pooth aus.
Sie wies auf die schlechten Arbeits- und Einkommensbedingungen der pädagogischen Mitarbeiter*innen und Schulsozialarbeiter*innen hin. „Zwangsteilzeit und befristete Verträge gehören endlich abgeschafft, um gute Arbeit an den Schulen leisten zu können“, so Laura Pooth. Sie fordert die Länderarbeitgeber auf, die Bezahlung an die bei den Kommunen anzugleichen, sonst würden die Länderbeschäftigten auf Dauer abgehängt.
Rüdiger Heitefaut, Tarifsekretär der GEW, forderte die Streikenden am Ende der Kundgebung dazu auf, sich in den Tagen vor der dritten Verhandlungsrunde auf weitere Streiks vorzubereiten. „Wir sehen uns bald wieder“, schloss er die Kundgebung.

Hintergrund: GEW, ver.di und GdP fordern:

  • Erhöhung der Entgelte im Gesamtvolumen um 6%
  • Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 90€
  • Ausschluss sachgrundloser Befristungen

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16/17 Februar 2017 statt.
Anbei finden Sie ein Foto der Aktion (hier: Aktion der Astrid-Lindgren-Schule, Nienburg) zu Ihrer weiteren Verwendung.
Für Rückfragen steht Ihnen (Jens Borcherding, 01797785887 / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) gerne zur Verfügung.