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Unterstützung der Gesamtschul-Initiativen GEW Mitgliederversammlung in Holtorf – Vorstand komplett

Auf der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) standen neben turnusmäßigen Wahlen eine Diskussion über den Stand der Schulentwicklungsplanung im Landkreis, ein Erfahrungsbericht eines Lehrers an einer Integrierten Gesamtschule (IGS) sowie der Bericht über die derzeitigen Tarifsauseinandersetzungen für Tarifbeschäftigte und verbeamtete Lehrkräfte.

In diesem Jahr standen zur Wahl die stellvertretende Vorsitzende, die Geschäftsführerin, der Kassenwart und der Pressewart. Einstimmige Ergebnisse erhielten Birgit Burdorf (Astrid-Lindgren-Schule), Klaus Ihle, Rita Hammermeister-Lühring (GHS Heemsen) und Achim Kusserow (Friedrich-Fröbel-Schule Nienburg). Die Kreisvorsitzende Beate Kasper kann mit ihrem weiteren Vertreter Wolfram Wichert und der Schriftführerin Marianne Bebing auf ein komplettes Team verweisen.

Foto rechts: Andreas Hadaschik ( IGS Garbsen)


Dem Referat von Andreas Hadaschik über Schulstruktur und Schulalltag an der IGS Garbsen schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Die GEW Mitglieder begrüssten die Initiativen im Landkreis zur Errichtung von Gesamtschulen und beschlossen, diesen Initiativen auf Wunsch personell wie sächlich zur Seite zu stehen. Die GEW geht davon aus, dass mindestens eine Gesamtschule im Rahmen der Planungen entstehen werde, da aufgrund des demographischen Wandels Schulstandorte ohnehin geschlossen werden müssten und die Schulentwicklungsplaner zu mutigen Schritten verurteilt seien. In der Resolution heißt es: Das frühe „Sortieren“ der Kinder nach der Grundschule muss beendet werden. Im Landkreis Nienburg gibt es diese attraktive Schulform nicht, obwohl viele Eltern sich genau diese Schule für ihre Kinder wünschen.“
Kritisch wurden allerdings die langen Schulwegzeiten bei zentralerer Beschulung gesehen; allerdings wurde hervorgehoben, dass dieses Ärgernis leider ohnehin jetzt schon bestehe.

Ein weiterer Gast auf der Mitgliederversammlung war Silke Beu aus dem Schulbezirks-Personalrat. Dort ist sie unter anderem für das Tarifsrecht verantwortlich. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, für die GEW sind es insbesondere die angestellten Kolleginnen und Kollegen an den Schulen für Geistige Entwicklung, hatten sich aktiv an den Warnstreiks während der aktuellen Verhandlungen beteilt. Das Tarifergebnis, so Silke Beu, könne nicht als befriedigend bezeichnet werden. Die jetzt anstehende „ Eins zu Eins-Übertragung“ auf die Beamten berge, trotz Zusagen des Innenministerns, einige Fallstricke.
Die Personalrätin hofft auf eine große Beteiligung an einer „Mahnwache“ vor dem Landtag am 12.Mai 2009, die den Forderungen der Gewerkschaft Nachdruck verleihen soll.

(von links) Klaus Ihle (Kassenwart), Birgit Burdorf (stellv.Vors.) Beate Kasper ( Vorsitzende) Marianne Bebing (Schriftführerin) u. Referentin Silke Beu.

Joachim von Lingen stellte abschließend Gedanken für ein neues Fortbildungskonzept der GEW im Landkreis vor. Nach einem Sabbat-Jahr der Planungsgruppe Fortbildung soll diese traditionsreiche Einrichtung in modifizierte Form bestehen bleiben. Mit Hilfe der homepage des Kreisverbandes werden im Herbst „offene“ Angebote präsentiert. Auf Informationsschreiben müssen die Kolleginnen und Kollegen in der Schule aber nicht verzichten.